Die größten Fehler bei der Internationalisierung im E-Commerce

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Die Globalisierung und das Internet sorgen dafür, dass die Welt zunehmend näher zusammenrückt – gleiches gilt für die globalen Märkte. Immer mehr Unternehmen aus dem E-Commerce entscheiden sich daher bei einer Expansion für eine Internationalisierung. Mit den eigenen Produkten die Märkte im Ausland zu erobern, kann tatsächlich ein lukratives Geschäft sein. Doch es lauern auch zahlreiche Herausforderungen und Hindernisse.
Wir beleuchten in diesem Artikel daher die größten Fehler, die Unternehmen bei der Internationalisierung des E-Commerce begehen. Außerdem verraten wir Ihnen einige Tipps, mit denen Sie diese vermeiden können. So können Sie schon bald erfolgreich mit Ihrem Online-Shop in anderen Ländern durchstarten.
Das Wichtigste auf den Punkt gebracht.
- Durch eine E-Commerce-Internationalisierung erhalten Unternehmen die Chance auf Expansion in neue Märkte. Dadurch können sie u. a. ihre Umsätze steigern, die Bekanntheit der Marke erhöhen und eine höhere Zukunftssicherheit erlangen.
- Häufige Fehler, die beim Internationalisieren des E-Commerce geschehen, sind unter anderem: geringe Auseinandersetzung mit Kultur, Zielmarkt, Logistik sowie lokalen Rechten.
- Unternehmen gehen häufig ohne Strategie an den Cross-Border E-Commerce heran. Sie unterschätzen die Kosten und versäumen es, eine passende IT-Infrastruktur aufzubauen.
- Die Fehler können zu hohen Kosten führen, die Unternehmen verschwenden Ressourcen und eine Internationalisierung kann fehlschlagen.
- Ein ERP-System wie diva hilft Unternehmen dabei, komplexe Abläufe zu steuern und Wachstumschancen wahrzunehmen. Tagesaktuelle Daten aus allen Bereichen bilden eine Entscheidungsgrundlage.

Was spricht für die E-Commerce-Internationalisierung?
Immer mehr Online-Shops bieten ihre Produkte nicht nur auf dem Heimatmarkt, sondern auch auf Märkten im Ausland an. Wagen Unternehmen diesen Schritt, ist hier die Rede von einer E-Commerce-Internationalisierung. Fragen Sie E-Commerce-Expert:innen, bringt dieser Schritt zahlreiche Chancen mit sich, die vom Wachstum hin zur Umsatzsteigerung reichen.
Händler und Händlerinnen können in anderen Ländern jeweils einen weiteren Kundenstamm aufbauen und ihre Marke bekannter machen. Zudem können sie das Risiko streuen, das Geschäft skalieren sowie Wettbewerbsvorteile ausbauen. Es ergeben sich langfristig betrachtet also große Wachstumspotenziale und eine höhere Zukunftssicherheit.
Damit eine Internationalisierung im E-Commerce und der Aufbau eines Cross-Border-Vertriebes jedoch Erfolg haben, ist eine ausgeklügelte Strategie nötig. Denn dabei müssen Sie zahlreichen Herausforderungen begegnen. Fehler können Unternehmen jedoch teuer zu stehen kommen und dafür sorgen, dass dieses Vorhaben fehlschlägt.
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10 Fehler auf dem Weg zum internationalen E-Commerce
Auch Sie wollen mit Ihrem Unternehmen die Märkte anderer Länder für Ihr Angebot begeistern? Wir haben eine Übersicht mit den häufigsten Fehlern, die Online-Shops bei der Internationalisierung im E-Commerce machen, für Sie zusammengestellt. Mit unseren Tipps können Sie diese vermeiden und eine handfeste Strategie auf die Beine stellen.
Fehler 1: Geringe Kenntnisse über Kultur und Zielgruppe.
Kennen Sie den Spruch: andere Länder, andere Sitten? Tatsächlich ist an diesem einiges Wahres dran, was Sie bei der Internationalisierung im E-Commerce beachten sollten. Denn die Konsumgewohnheiten, Sprache, die Kultur sowie Vorlieben erfordern es, dass Sie eine Anpassung Ihrer Prozesse auf die jeweiligen Märkte vornehmen. Versäumen Sie es jedoch, diese Konsumgewohnheiten zu analysieren, kann das Einkaufserlebnis darunter leiden und Ihr Angebot scheitert am Markt.
Ein Beispiel? Sogar hinsichtlich des Versands des Online-Handels haben einige Länder bestimmte Vorlieben, wie die E-Commerce-Statistik von Sendcloud im Jahr 2023 zeigte. So bevorzugen Kundinnen und Kunden in Frankreich vermehrt eine Abholung der Sendung am Servicepoint. In Italien und in Spanien sind die Kundinnen und Kunden es hingegen gewohnt, selbst das Lieferdatum auf der Website festzulegen.
Setzen Sie sich daher mit der Kultur und den Insights Ihrer Zielgruppe auseinander. Schließlich spielt diese für sämtliche Prozesse, etwa im Marketing, Inhalte der Website, Gestaltung des Shops eine Rolle und erleichtert den Einstieg in einen neuen Markt.
Fehler 2: Fehlende oder falsche E-Commerce-Strategie.
Eine E-Commerce-Internationalisierung ist auf unterschiedliche Arten möglich. Legen Unternehmen jedoch keine klare Strategie fest, fehlt eine Zielsetzung und damit ein Leitfaden mit den nötigen Schritten. Oft probieren die Unternehmer dann einfach nur ein wenig verschiedene Dinge aus, ohne eine Strategie ganzheitlich durchzuziehen. Dies verbrennt nicht nur eine Menge an Ressourcen, sondern kann dazu führen, dass der Aufbau eines internationalen E-Commerce scheitert.
Machen Sie sich daher mit möglichen Strategien vertraut, mit denen Sie einen internationalen E-Commerce aufbauen können, wie:
- Export der Produkte: Sie organisieren den Verkauf und Versand Ihrer Produkte in andere Länder. Es handelt sich dabei um einen Cross-Border-Vertrieb.
- Niederlassung oder Tochtergesellschaft in anderen Ländern: Sie eröffnen eine Niederlassung (Betriebsstätte, Laden) im Ausland oder gründen ein neues Unternehmen, das als Tochtergesellschaft vor Ort agiert.
- Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen: Kooperationen mit Partnerinnen und Partnern im Ausland ermöglichen Ihnen einen Verkauf Ihrer Produkte vor Ort. Die lokalen Händler:innen übernehmen den Verkauf.
- Franchising und Lizenzen: Sie vergeben Lizenzen für den Vertrieb sowie Verkauf oder bieten Ihr Geschäftsmodell gegen eine Franchisegebühr an.
Überdies eignet sich nicht jede Strategie gleichermaßen für alle Produkte. Die falsche Strategie kann daher ebenfalls einen Grund zum Scheitern darstellen. Wenn Sie das Projekt zur Internationalisierung im E-Commerce also auf die Beine stellen, sollten Sie Folgendes hinterfragen: Passt die Strategie für Ihre Produkte, Ihre Kundinnen und Kunden sowie zu Ihrer Vision?
Fehler 3: Unpassende E-Commerce-Plattform und Systeme.
Ein weiterer Fehler, der Unternehmen bei der Internationalisierung im E-Commerce unterlaufen kann? Eine ungeeignete IT-Infrastruktur für die Expansion. So sind viele einzelne Systeme, welche unterschiedliche Daten bereitstellen und nicht miteinander kommunizieren, eine ziemliche Herausforderung.
Ein unabhängiger Webshop, der nicht an das CRM angebunden ist? Eine Software für die Buchhaltung und ein Warenwirtschaftssystem, bei welchem kein Datenaustausch stattfindet? Dies und mehr kann zu Chaos, Fehlern und hohen Kosten führen.
Nicht alle E-Commerce-Plattformen können zudem Prozesse abbilden, welche über die Grenzen des Landes hinausgehen. Denn hierfür sind oft spezielle Funktionen notwendig. Etwa, um Ausgaben für den Zoll einzuplanen, Währungen umzurechnen oder den Versand über ausländische Lieferantenanbieter:innen zu verfolgen. Zudem müssen diese die Kompatibilität mit lokalen Tools und Lösungen sicherstellen.
Verwenden Sie daher einen Webshop oder eine E-Commerce-Plattform, die eine Internationalisierung im E-Commerce erlaubt. Bei der Nutzung von einem ERP-System können Sie sich von einzelnen Lösungen sowie Datensilos verabschieden. Stattdessen können Sie sämtliche Abläufe des Online-Vertriebs bequem aus einem System heraus steuern. Buchhaltung, Marketing, Lagerverwaltung sowie Kundendaten können Sie zudem durch Echtzeitdaten managen. Weitere Schnittstellen erlauben hingegen eine Anpassung an lokale Systeme und stellen die Flexibilität sicher. Damit ist die Datenkommunikation gesichert und Sie können sämtliche Prozesse im E-Commerce steuern.
Fehler 4: Fehlende Kenntnisse des internationalen Rechts.
Jedes Land hat unterschiedliche Gesetze und Richtlinien für den E-Commerce. Einige Unternehmen gehen den Versand ihrer Waren jedoch unbedacht an, ohne sich vorher mit diesen auseinanderzusetzen. Die Folge? Es können Strafen, Bußgelder und hohe Nachzahlungen drohen. Denn was in einem Land erlaubt sein kann, ist in einem anderen vielleicht verboten. Verstöße können erste Versuche einer Internationalisierung im E-Commerce schnell im Keim ersticken.
Sie sollten sich daher vor dem Einstieg in einen neuen Markt über folgende Kriterien informieren:
- Zollgebühren und Zeiten
- gesetzliche Bestimmungen
- Verbraucherrechte
- Datenschutz
- Steuern und Abgaben
- rechtskonforme Online-Shops
Fehler 5: Nicht ausgebaute internationale und lokale Logistik.
Eine undurchdachte Lieferkette sowie fehlende oder falsche Partner:innen in der Logistik können ebenfalls Hindernisse für eine Internationalisierung im E-Commerce sein. Denn lange Lieferzeiten, Verzögerungen beim Zoll und hohe Versandkosten können Sie bares Geld und viele Kundinnen und Kunden kosten. Es ist damit ein möglicher Grund, warum Ihr Shop auf dem neuen Markt nicht performt – trotz ausreichender Zahl an Besucherinnen und Besuchern.
Der E-Commerce-Lieferkompass-2021-2022 von Sendcloud legte offen, dass 68 % der Kundinnen und Kunden den Kauf abbrechen, wenn die Versandkosten zu hoch sind. 44 % brachen den Kauf ab, wenn die geschätzte Lieferzeit zu lang ist. 23 % der Kundinnen und Kunden gaben sogar an, nicht zu bestellen, wenn Händler:innen ihnen keine Sendungsverfolgung zur Verfügung stellen.
Die Lösung liegt im Aufbau einer lückenlosen Lieferkette mit zuverlässigen Partnerinnen und Partnern und ggf. einem Premium-Versand. Eine Befragung der DHL ergab nämlich, dass Unternehmen mit Premium-Lieferzeiten etwa um 60 % schneller wachsen als der Durchschnitt. Dies ist daher ein entscheidender Erfolgsfaktor im Cross-Border-Vertrieb.
Fehler 6: Unausgereiftes Cross-Border-Payment oder lokale Zahlungsmöglichkeiten.
Sie wollen bei der Internationalisierung im E-Commerce die gleichen Bezahlmethoden beibehalten? Dies kann nicht nur eine Herausforderung sein, sondern manchmal auch ein Fehler, der zum Scheitern führt. Zwar sind einige Zahlanbieter mittlerweile auf der ganzen Welt etabliert, in einigen Regionen und Ländern bevorzugen die Menschen jedoch lokale Lösungen. Machen Sie sich daher mit den lokalen Zahlungsmethoden vertraut und setzen Sie auf Anbieter, die einen Cross-Border-E-Commerce unterstützen.
Fehler 7: Fehlende Anpassungen und Übersetzung im Online-Shop.
Einige Händer:innen denken, dass sie ihren Shop einfach weiterbetreiben können und nur die Lieferoptionen zu erweitern brauchen. Schließlich erlaubt Google in vielen Ländern eine automatische Übersetzung der Seite in eine andere Sprache. Und der Aufbau einer neuen Seite für den Shop bindet schließlich viele Ressourcen. Wenn Sie die Internationalisierung im E-Commerce auf diese Weise angehen, haben Sie Schwierigkeiten, sich auf neuen Märkten zu etablieren.
Gemäß einer Befragung sind 56,2 der Kundinnen und Kunden Informationen in ihrer eigenen Sprache wichtiger als der Preis. 72,1 % bewegen sich zudem die meiste oder die gesamte Zeit auf Seiten in eigener Sprache. Ein internationaler E-Commerce sollte daher für einen neuen Markt einen neuen Shop eröffnen und diesen anpassen, anstatt ihn nur zu kopieren.
Zu den nötigen Anpassungen der Website zählen:
- Alle Seiten in der Sprache des Landes erstellen
- Inhalte und Abbildungen darauf prüfen, ob sie zur Kultur passen und angemessen sind
- vertrauenswürdige IP-Adresse für die Website verwenden
- Designs und Trends auf dem Markt beachten
Fehler 8: Kein lokales Online-Marketing und Social-Media.
Viele Unternehmen vernachlässigen lokale Maßnahmen, wenn es um das Marketing sowie die Social-Media-Präsenz geht. Doch wie wollen Sie so Kundinnen und Kunden erreichen, um sich erfolgreich auf dem Markt zu etablieren? Der Aufbau entsprechender Maßnahmen kann eine Herausforderung sein. Daher ist es hilfreich, diese Aufgabe Partnerinnen und Partnern anzuvertrauen, welche die Sprache beherrschen (z. B. lokale Teams).
Diese können durch ihre Kenntnisse für das Projekt und für den Markt die passenden Maßnahmen ergreifen. Sie wissen nämlich besser, ob Ads, regionale Kampagnen, SEO oder Anzeigen auf einer Werbeplattform dem Cross-Border-Vertrieb eher zugutekommen.
Fehler 9: Nicht beachten von Marktunterschieden.
Händler:innen, die mit ihrem E-Commerce-Unternehmen erfolgreich auf dem Heimatmarkt sind, wollen häufig die gleiche Strategie auch auf die neuen Märkte anwenden. Dabei vergessen sie oft, dass auf diesen anderen Bedingungen und Herausforderungen herrschen. Unter Umständen verkauft sich ein Artikel, der in Deutschland besonders gut performt, weniger gut im Zielland.
Unter anderem sollten Sie folgende Fragen beantworten:
- Wie ist die Wettbewerbssituation auf dem Markt?
- Mit welchen Herausforderungen kämpft der E-Commerce?
- Welche Marktkräfte haben Auswirkungen auf Ihr Business?
- Ist es sinnvoll, ihr Produktangebot anzupassen?
- Wie sorgen Sie für ein tolles Einkaufserlebnis?
- Wie sieht die Preisgestaltung aus?
- Wie ist die Infrastruktur?
Jeder Markt ist unterschiedlich, und wenn Sie dies bedenken, fällt es Ihnen einfacher, Ihr E-Commerce-Business auf diesen auszurichten.
Fehler 10: Nicht genügend Ressourcen für die Internationalisierung.
Viele Unternehmen unterschätzen, wie viele Ressourcen sie benötigen, um einen Cross-Border-Vertrieb aufzubauen und ihren Shop erfolgreich zu internationalisieren. Dabei handelt es sich sowohl um IT-Ressourcen, Personal als auch um finanzielle Mittel. Ein Mal auf den Weg gebracht, gehen einigen E-Commerce-Unternehmen mittendrin die Puste aus.
Es sind beispielsweise nicht genug Teammitglieder vorhanden, um das Projekt voranzutreiben, oder die Kosten übersteigen das Budget. Es kann auch passieren, dass IT-Systeme kein Cross-Border-Payment unterstützen oder gar den Cross-Border E-Commerce behindern.
Bevor Sie mit Ihrem E-Commerce daher die Grenzen überschreiten, sollten Sie eine sorgfältige Kalkulation aufstellen. Lassen Sie in diese auch Zollgebühren, Versandkosten, Marketingaufwände, Personalkosten, Retouren, Steuern und Abgaben einfließen. In anderen Ländern können für ein E-Commerce-Business andere Kosten entstehen, passen Sie die Kalkulation daher entsprechend an.
Mit diva grenzüberschreitend erfolgreich agieren.
Mit unserem ERP-System diva meistern Sie die Herausforderungen der Internationalisierung im E-Commerce. Dank Echtzeitdaten können Sie alle Prozesse verfolgen, steuern und schnell auf neue Anforderungen reagieren. Analysen und Reports helfen Ihnen, Bestände, Lieferungen und Umsätze zu optimieren und sich erfolgreich in neuen Märkten zu etablieren. Darüber hinaus können Sie ohne Umwege in mehreren Ländern gleichzeitig agieren, Ihre Kunden professionell in ihrer Sprache betreuen und gleichzeitig sicherstellen, dass intern alles zentral und effizient gesteuert wird.
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