Mein Praktikum bei der MAC

Ich stehe vor dem Gebäude und erinnere mich an Playmobilfiguren. Vor Jahren war ich im Rahmen des „Girls´ Day“ schon einmal zu Besuch im Unternehmen, und die Playmobilfiguren waren wirklich hilfreich, um die Funktionen des Hauptproduktes der MAC zu verstehen: die modulare Software DiVA.
 
In der 12. Klasse ist ein Wirtschaftspraktikum für alle obligatorisch, auch für mich, Schülerin aus Flensburg. Die Pandemie-Situation machte die Praktikumssuche deutlich schwieriger, doch glücklicherweise hatte ich bereits eine Einladung in der Schublade. Die MAC, eigentlich MAC IT-Solutions GmbH, hatte mir nach dem damaligen Unternehmensbesuch nicht nur eine Teilnahmebestätigung zukommen lassen, sondern auch eine Einladung zu einem zukünftigen Wirtschaftspraktikum. Diese nette Geste und meine sehr positive Erinnerung an das Unternehmen beflügelten meine Bewerbung und nach einem digitalen Vorstellungsgespräch war ich offiziell Praktikantin bei MAC.

 

Dennoch stehe ich mit einem etwas mulmigen Gefühl vor dem schön verglasten Eingang. Das legt sich aber sehr schnell, nachdem ich meinen Ablaufplan durch die Abteilungen erhalten, die Unternehmensgeschichte kennengelernt und einen Rundgang absolviert habe. Zu diesem Zeitpunkt war mir schon mehrmals das „Du“ angeboten worden, doch erst nach einer Woche im wirklich sehr entspannten Klima des Unternehmens kann ich meine Scheu überwinden, einen Vorgesetzten mit Vornamen anzusprechen.

 

In anderen Unternehmen wäre so etwas undenkbar, aber man merkt schnell, dass hier einige Dinge einfach anders sind. Der Leiter der Personalabteilung plaudert in der Küche entspannt mit einem Entwickler und man erfährt nebenbei, dass die Person, die man gerade gegrüßt hat, die gesamte Kernprodukt-Abteilung leitet. Fast alle Bereiche sind in Teams unterteilt, deren „Product Owner“ sich nicht als Chef:innen verstehen, sondern als Verantwortliche und Ansprechpartner:innen für alle Beteiligten. Diese Grundsätze der Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung haben mich nachhaltig beeindruckt.

Die „Scrum“-Arbeitsweise war für mich ebenso neu und spannend. Es arbeitet nicht einfach jede:r vor sich hin und aneinander vorbei, stattdessen werden anstehende Aufgaben mit dem ganzen Team besprochen und durchaus auch lebhaft diskutiert. Niemand ist allein, bei Fragen helfen alle Teammitglieder auch mir als Praktikantin gerne weiter und der Wunsch nach ruhiger Arbeitszeit wird ebenso respektiert. Schließlich arbeitet erneut das gesamte Team auf, was geschafft wurde und was man in Zukunft verbessern kann. Ich darf den Besprechungen als Teil der Teams beiwohnen und bin beeindruckt, dass Probleme angesprochen werden, die im Arbeitsalltag sonst niemand äußert.

 

Wie bei einer großen IT-Firma zu erwarten ist, sind die fachlichen Details sehr komplex. Doch alle geben sich große Mühe, die grobe Funktionsweise und die Bedeutung der hier entwickelten Produkte freundlich und ausführlich zu erklären und Fragen zu beantworten. Man muss also kein Informatik-Ass sein, auch eine „Fachidiotin“ wie ich kann am Firmenalltag teilhaben.

 
Insgesamt habe ich so nicht nur einen Berg Material für meinen Praktikumsbericht sammeln können, sondern vor allem viele fantastische Erfahrungen und bleibende Eindrücke eines modernen, offenen und freundlichen Unternehmens. Hier ein Praktikum zu machen, kann ich wirklich jedem weiterempfehlen.